Anatomie und Darmflora


Der Darm

Das grösste Organ des Menschen ist der Darm. Er ist rund 8 Meter lang und besitzt, dank seiner unzähligen Falten, Windungen und Darmzotten eine erstaunliche Oberfläche von 400 bis 500 m2! ! Der Darm wird in 3 grosse Abschnitte unterteilt: Dünndarm Dickdarm und Mastdarm.

Die Darmflora

Der Darm ist von zahlreichen Bakterienstämmen besiedelt, der sogenannten Darmflora. Bei einem erwachsenen Menschen wird die Besiedlung auf 10 bis 100 Billionen Bakterien geschätzt. Die Darmflora erfüllt für den Menschen vitale Funktionen:

  • Regulation des Immunsystems
  • Verwertung von Vitaminen,
  • Verdauung und Verwertung von Nahrungsbestandteilen.
  • Anregung der Darmbewegung (Peristaltik),
  • Beteiligung an der Bildung des „Glückshormons“ Seretonin.

Eine gesunde Darmflora trägt demnach zu Wohlbefinden und zur Gesundheit des Menschen bei. Sie schützt uns vor krankmachenden Keimen, indem sie die Lebensbedingungen dieser Störenfriede so verändern, dass die gefährlichen Keime nicht die Oberhand gewinnen und den Menschen schädigen können. Man weiss heute, dass 80% des menschlichen Abwehrsystem im Darm sitzt! Werden unsere gesunden Bakterien im Darm in ihrem Wachstum gefördert, so unterstützen wir damit auch unser Immunsystem.

 

Störung der Darmflora

Das gesunde Gleichgewicht der Darmflora kann durch zahlreiche Faktoren empfindlich gestört werden:

  • die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln wie Antibiotka, Cortison, Abführmittel stört das Gleichgewicht der Darmflora.
  • Ungesunde Ernährung, Fast Food, Fertiggerichte, Lebensmittel die arm an Ballaststoffen sind, stellen eine Belastung für die Darmflora dar.
  • Stress, Rauchen und erhöhter Alkoholkonsum stellen an unsere gesunde Darmflora immer wieder eine Herausforderung.
  • Schadstoffe aus der Umwelt, Infektionen auf Reisen im Ausland (Durchfall !).

Die möglichen Folgen:

Ist das Gleichgewicht gestört und wenn die Darmflora nicht mehr richtig arbeiten kann,

  • dann fühlen wir uns schlapp und müde,
  • sind anfälliger für Infektionen (grippale Infekte, chronische Bronchitis, etc.)
  • leiden unter Magen-Darmerkrankungen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl und kolikartige Schmerzen.
  • gehäuftes Auftreten von Allergien,
  • Pilzinfektionen und Hautkrankheiten
  • da die Produktion des Hormons Seretonin beeinträchtigt wird, kann es zudem zu vermehrten Gemütsschwankungen kommen.
  • Siehe noch konkrete unter Schwerpunkte 

Was sind Präbiotika?

Präbiotika finden sich in Lebensmitteln (Schwarzwurzeln, Artischocken, Spargeln, Chicorée, Roggen, Bananen, Zwiebeln, Knoblauch) aber auch als wertvolle Nahrungszusätze mit der Bezeichnung Inulin oder Oligofructose.


Was sind Probiotika?

Das ist eine Zubereitung, die lebensfähige Bakterien enthält. z.B. Milchsäurebakterien. Mit Probiotika kann die Darmflora zusätzlich unterstützt werden.

 

Die Pflege einer gesunden Darmflora

Um die eigene Darmflora optimal zu unterstützen, sollte auf eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden. Ballaststoffe und Präbiotika sind die geeigneten Nährböden für ein Wachstum von gesunden und aktiven Darmbakterien. Zudem ist regelmässige Reinigungen mit Colon-Hydro Therapie wichtig.